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am Wochenende, dem 25/26 Feb., wird Kim Haukland Laoshi nach Osnabrück kommen und mit uns ein intensives Seminar zum Thema Tong Bei machen.Themen werden die Basics, Kombos und Variationen der Basics... »lesen
Waffenseminar mit dem Miao Dao. Es wird die kurze als auch die lange Version unterrichtet. Je nach Kenntnisstand. Unter Umständen ist auch die Partnerform möglich. »lesen
Trainingslager über Pfingsten. Mit Zelten und allem Drum und Dran ... »lesen
Trainingscamp in Prag. Offen für alle Level und Stile. Es werden Schüler aus verschiedenen europäischen Ländern teilnehmen. Eingeladen sind 3 hochgraduierte Lehrer aus Peking (Beijing)/ China. Mehr... »lesen
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Keine Trainingspause vom 16.10- 31.10»lesen
Der Begriff Kung Fu, welcher in einer Übersetzung soviel heisst wie: harte Arbeit, bezeichnet heute eine nahezu unübersehbare Vielzahl von Stilen, die vor Jahrhunderten u.a. zum Zweck der Selbstverteidigung in China entstanden. Es ist heute unmöglich, den genauen Ursprung der chinesischen Kampfkünste zu bestimmen.
Traditionelle Überlieferungen erzählen, das der indische Mönch TAMO nach China reiste, um im Shaolin Kloster der heutigen Provinz Honan die hohe Kunst der Meditation zu lehren. Der indische Priester machte die Mönche mit dem Prinzip der Atemkontrolle und mit mentalen Übungen vertraut. Sein Ziel war es die Einheit zwischen Geist, Seele und Körper zu vermitteln.
Während der langen Meditationsphasen aber ermüdeten viele seiner Schüler so sehr, das sie einschliefen. Tamo entwickelte daraufhin eine Übungsfolge, die als Grundlage des legendären Shaolin Kung Fu gilt.
Über Generationen hinweg wurden diese Bewegungen verfeinert und erweitert, bis daraus Partnerübungen und Kampftechniken zur Selbstverteidigung entstanden. In den Anfängen der Kampfkunst galt es als oberstes Gebot, die Techniken ausschließlich an Priester des Ordens weiterzugeben. Doch während der Manchu Zeit, von 1644 bis 1911 brachen die Mönche mit ihrem Prinzip und unterrichteten die chinesischen Bauern, um sie im Kampf gegen die herrschende Obrigkeit zu unterstützen.
Heute unterscheidet man die Vielzahl der Kung Fu Stile in sogenannte Interne und externe Schulen, südliche und nördliche Stile, Shaolin Kloster, Wudang Kloster und Familienstile usw usf. Die Stile können meistens in mehrere dieser Einteilungen eingegliedert werden.
Bekannteste Vertreter der Internen Schulen sind:
Taiji Quan, Bagua Zhang, Xing Yi Quan, Tong Bei Quan, Yi Quan
Externe Schulen sind zB:
Tang Lang Quan, Tong Bei Quan, Hung Gar, Choy Li Fut, Chang Quan, Shaolin Quan, Baji Quan
Nördliche Schulen sind:
Tang Lang Quan, Baji Quan, Tong Bei Quan, Taiji Quan, Bagua Zhang
Südliche Schulen sind:
Hung Gar, Choy Gar, Wing Chun, Choy Li Fut, Sou Gar
Tong Bei Quan gilt allgemein als einer der ältesten chinesischen Kampfkunstsysteme, das heute noch weiter gegeben wird. Gerne wird die Entwicklung und Gründung des Stils dem berühmten Daoisten Chen Tuan während der Song Dynastie nachgesagt. Tatsächlich finden sich Aufzeichnungen aus der Nördlichen Song Dynastie (960-1127) die den Stil namendlich erwähnen.
Über lange Zeit wurde der Tong Bei Stil ausschliesslich in der Hebei Provinz weitergegeben, bis er in der Qing Dynastie (1644-1911) zum gut gehüteten Schatz der Muslim Gemeinschaft in Beijing wurde. Dieser Stil wurde meistens "Baiyuan Tong Bei" - weisser Gibbon Stil, genannt, da er die langen Armschwünge eines Affen zum Vorbild nimmt. Tong Bei selbst heisst soviel wie: " Mit dem Rücken verbunden" und meint damit, dass die Techniken der Arme über den Rücken mit den Beinen verbunden sind. Die Kraft wird somit in den Beinen und Rumpf generiert und findet dann ihren Weg über den Rücken in die Arme.
Insofern ist der Tong Bei Stil besonders bekannt für die Betonung der langen Armtechniken und gleichzeitig der enormen Kraft, wie sie aus einer guten Körperstruktur gewonnen werden kann. Der Muslim Stil des Tong Bei Quan ist besonders als eine extrem effektive und aggressive Kampfkunst in China bekannt, die auf schnelle und gnadenlose Techniken gekoppelt mit explosiver Kraft aufbaut.
Wurde in der Vergangenheit dieser Stil wirklich nur innerhalb der Hui Minderheit (Chinesen Muslimischen Glaubens oder mit Arabischen Vorfahren) unterrichtet, brach Zhang Guizeng erstmalig mit diesem Dogma und unterrichtete Tong Bei auch an Han Chinesen. Dies belohnten viele seiner Schüler mit Liebe und Respekt für seine Lehren und vor allem seine Unvoreingenommenheit und Offenheit.
Als Meister Zhang Guizeng im Dezember 2005 verstarb, hinterließ er viele Schüler unter denen sich auch Zhang Xinbin Laoshi befand, der in der Tradition seines Lehrers weiterunterrichtete.
Zhang Xinbin Laoshi, 1954 geboren, begann als Teenager sein Tong Bei Training unter Zhang Guizeng. Obwohl der Baiyuan Tong Bei Stil Zhang Laoshi total fesselte und zu jeder Zeit überzeugte, widmete er sich auch dem Training anderer Stile wie Shuai Jiao, Yi Quan, Taiji Quan und schliesslich sogar Wu Xing Tong Bei unter Zhang Fushun. Seine Offenheit und Neugierde, zeichnen ihn als sowohl traditionellen und auch gleichzeitig modernen Lehrer aus. Er selbst ist stetig bemüht weiter zu lernen (zB auch seine Unterrichtsmethoden an westliche Bedürfnisse anzupassen) und motiviert auch seine Schüler nie zu ruhen, sondern weiter nach Perfektion zu streben.
Hier noch ein Auszug aus der Tong Bei Theorie zu den wichtigsten Techniken:
Die 5 Elemente im Tong Bei sind
Feuer: Pi Chui. Pi ist wie ein Funke, blitzt auf im Dunkel und erhellt, bevor es wieder Dunkelheit wird.
Metall: Shuai Chui. Shuai fällt nieder wie ein Metallendes Gewicht von einer Tonne.
Holz: Pai Chui. Pai umfängt den Gegner wie eine Wurzel, es ist flexibel aber stark.
Wasser: Chuan Chui. Chuan ist wie Wasser das durch jede Ritze quillt. Es umgeht die Verteidigung um dann jeden fortzuspülen.
Erde: Zuan Chui. Zuan ist die unendliche Kraft der Erde, es fesselt den Gegner am Boden und blockiert die Gelenke.
Der Bailung e.V. ist als einziger Verein in Deutschland in der Lage, Tong Bei Unterricht qualifiziert und umfangreich anzubieten.
In unserem Verein wird der, in Deutschland bislang nicht unterrichtete, Mantis Stil "Ba Bu Tang Lang - acht Schritte Mantis"! unterrichtet. Im Gegensatz zu anderen Substilen, ist in dieser Mantis Variante der Einfluß der inneren Stile Taiji, Bagua, Xing Yi und auch aus dem Tong Bei deutlich ersichtlich.
Taiji Quan wird den inneren Stile zugeordnet und wird leider vielerorts in der westlichen Welt als völlige Gesundheitsgymnastik verkannt. Taiji ist aber genauso ein Kung Fu Stil wie viele andere auch. Es ist in erster Linie dazu gedacht Martial Skills zu entwickeln. Das heisst also: die Fähigkeit in einem Kampf nicht völlig hilflos zu sein.
Wir unterrichten das Yang Taiji Quan. Zuerst die standardisierte 24er Kurzform, später die 88er Langform nach Yang Chen Fu. In den Unterricht fliessen aber ebenso Techniken aus dem Bagua Zhang, Xing Yi und Yi Quan mit ein. All dies soll dem Schüler den Zugang zu den Strukturen des eigenen Körpers und die Nutzung derselben ermöglichen.
Neben der Entspannung von Körper und Geist, ist es Unterrichtsinhalt sogenannte Techniken des Fali / Fajing zu entwickeln, Alignment zu erreichen, Rooting nicht nur zu verstehen sondern auch umsetzen zu können und schliesslich über Übungen wie dem Push Hands, Qinna ua, Anwendungen des Taiji Quan in Partnerübungen und später auch in freien Situationen umsetzen zu können.
Ebenfalls wird die 32er Yang Taiji Schwertform unterrichtet.
Qi Gong bezeichnet eine Vielzahl an unterschiedlichen Übungen um den Körper mit dem Geist in Einklang zu bringen. Zuerst geht es vornehmlich um die Erkenntnis, daß der eigene Körper in seinen Grenzen nicht gefangen ist, sondern durch einfache Gymnastik dehnbar und flexibel werden kann.
Später werden die Übungen vermehrt die Aufmerksamkeit in die "internen" Strukturen lenken. Die Atmung ins Dantian ist dabei nur der Beginn.
Als Übungskanon werden hauptsächlich die Baduan Jin und die Shiba Lohan Gung genommen. Doch auch Übungen aus dem Qigong Fundus des Taiji und Bagua werden regelmäßig geübt, genauso wie das Yi Quan.
Nicht zuletzt bildet einen festen Bestandteil des Trainings das Zhan Zhuang: die stehende Säule.
Sanda ist der Begriff für die chinesische Variante des sportlichen Freikampfs. Die Regeln lassen sowohl Faust und Fusstechniken zu, als auch Würfe, Feger und bedingt Bodenkampf (je nach Regelwerk). Dementsprechend wird im Sanda Training das Technikrepertoire auf dieses Regelwerk abgestimmt und neben einem umfangreichen Workout, Boxtechniken, Tritttechniken, Feger und Würfe intensiv trainiert.
Das Training soll sowohl auf Wettkämpfe vorbereiten, als auch eine Grundlage zur Selbstverteidigung liefern.
Der Bailung e.V. betreibt unter bailung.blogspot.com einen Blog mit Gedanken von Schülern und Trainern des Vereins für Kampfkünste in Osnabrück zum Thema Mantis Kung Fu (Tang Lang Quan), Taiji Quan (Tai Chi Chuan) und Qi Gong.
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