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Sonntag, 27.05. 10 - 12 Uhr: Qi Gong und anschliessend Stretching12 - 13.30 : Mittagspause und Vortrag über TCM und Meridiane von Angie13.30 - 18 Uhr: Partnertechniken und Partnerübungen aus Tong... »lesen
Trainingscamp in Prag. Offen für alle Level und Stile. Es werden Schüler aus verschiedenen europäischen Ländern teilnehmen. Eingeladen sind 3 hochgraduierte Lehrer aus Peking (Beijing)/ China. Mehr... »lesen
Lehrgang mit Zhang Xinbin Laoshi und Yu Shaoyi Laoshi. Unterrichtet werden Tong Bei und Shuai Jiao. »lesen
In dieser Zeit findet in den Abteilungen Erwachsenen Kung Fu und Taiji kein Training statt. Ausnahmen können von Schülern selbst organisiert werden. »lesen
Neuer Taiji-Schnupper-Kurs: chinesische Bewegungskunst zur Stressbewältigung und Burnout-Prophylaxe »lesen
Anmeldung ab sofort möglich.»lesen
Keine Trainingspause vom 16.10- 31.10»lesen
In unserem Verein wird der, in Deutschland bislang nicht unterrichtete, Mantis Stil "Ba Bu Tang Lang - acht Schritte Mantis"! unterrichtet. Im Gegensatz zu anderen Substilen, ist in dieser Mantis Variante der Einfluß der inneren Stile Taiji, Bagua, Xing Yi und auch aus dem Tong Bei deutlich ersichtlich.
Das Gottesanbeterinnen Kung-Fu (kantonesisch Tong Long Gong Fu, mandarin:Tang Lang Quan) wurde vor ca. 350 Jahren von dem Shaolin Mönch WANG LANG entwickelt. Der Sage nach beobachtete er den Kampf einer Gottesanbeterin (Fangheuschrecke) mit einer Zikade und schuf aus den schnellen, kraftvollen Armbewegungen dieses Raubinsekts einen eigenen Kampfstil, den er mit den Fußtechniken des Affen-Stils sowie weiteren Techniken aus 16 verschiedenen nordchinesischen Boxstilen kombinierte.
Der Mantis-Stil erwies sich schnell als ein effektives Kampfsystem, weshalb er im Laufe der Zeit in ganz Nordchina verbreitet wurde. Viele der Bewegungen des Mantis - Stiles sind schwer zu erlernen, und auch die Koordination von Handtechniken und Stellungen bereitet am Anfang häufig Schwierigkeiten. Es ist deshalb völlig normal, daß wegen der vielen zu beachtenden Feinheiten Techniken zu beginn oft wiederholt werden.
Aber: So unsportlich oder untalentiert sich jemand auch fühlen mag, im Mantis Stil gibt es keine Technik, die nicht jeder Schüler erlernen könnte. Außerdem ist es für einen traditionellen Kung Fu Meister nicht wichtig, welche Leistungen seine Schüler erreichen, sondern wie sehr sie sich entsprechend ihrer Möglichkeiten zu verbessern suchen.
In unserem Verein wird der eher seltene Unterstil "Ba Bu Tang Lang - acht Schritte Mantis" unterrichtet.
Das Mantis Kung Fu ist ein integrales Kampfsystem, folglich muß sich der Trainierende in vielen Disziplinen üben, um die Techniken in ihrer Gesamtheit nutzen zu können. Für den Anfänger stehen Gymnastik, Konditionstraining, Abhärtungsübungen, Kraft-, Geschicklichkeits- und Koordinationsübungen, Grundtechniken und die ersten Handformen (feststehende Bewegungsabfolgen gegen imaginäre Gegner) im Vordergrund.
Von Beginn an werden viele Techniken mit einem Partner geübt, so daß der Schüler auch im Distanz-, Timing- und Reflextraining geschult wird. Chinesische Atemübungen (Qi Gong) und Taiji Quan (Chinesisches Schattenboxen) haben zahlreiche positive Auswirkungen auf die Gesundheit und auch der Anfänger kann diese Trainingsinhalte sofort erlernen.
Je nach Lernfortschritt kommen im Laufe der Zeit weitere Trainingsbestandteile hinzu: verschiedene Partnerformen, Waffenformen (Langstock, Säbel, Speer, Schwert, u.v.a.m.) und Holzpuppentechniken.
Auch chinesischer Löwentanz und chinesische Medizin gehören zum traditionellen Kung Fu und werden an weit fortgeschrittene Schüler weitergegeben.
Die Befähigung zum Freikampf ist gleichbedeutend mit der Fähigkeit, sich im Ernstfall verteidigen zu können. Besonders für Frauen bietet daher das Mantis Kung Fu hinsichtlich der Selbstverteidigung ein effektives Training.
Vor allem das Prinzip "Abwehr bei gleichzeitigem Angriff" verschafft gerade Frauen die Möglichkeit, sich auch gegen Stärkere zu behaupten. Dabei werden auf der einen Seite Techniken geübt, die nur einen geringen Kraftaufwand erfordern. Auf der anderen Seite schulen Konditions- und Ausdauerübungen die Geschwindigkeit und Kraft.
Darüber hinaus befähigt das gemeinsame Training von Frauen und Männern, sich auf reale Verteidigungssituationen vorzubereiten.
Die Hierarchie im traditionellen Kung Fu ist eine andere, als man sie bei uns im Westen von z.B. Firmen oder Vereinen aller Art her kennt. Im Kung Fu ist die Struktur mit der einer Großfamilie zu vergleichen.
Nach dem konfuzianistischem Verständnis ist die Familie ein Spiegel des Staates im kleinen Maßstab. So gilt es schon hier einen soliden Grundstein für lange überlieferte Werte und Normen zu setzen. Den Vater und die Mutter als Vorsteher der Familie, haben die Kinder auf vielerlei Art zu ehren und in jeder Situation einen gesunden Respekt zu erweisen.
Ohne diesen Respekt würde die Familie nicht funktionieren und somit kein gutes Vorbild innerhalb des Staates abgeben. Im traditionellen Kung Fu sind deshalb auch die Bezeichnungen die gleichen wie früher in einer Familie in China.
Der Lehrer wird als Laoshi (Lehrer) oder später dann als Sifu (Vaterlehrer) bezeichnet und die Schüler als Di Zi (Schülerkind). So ist auch SIFU nicht als Titel zu verstehen, den man verliehen bekommt, sondern es ist eine Bezeichnung für eine, wenn auch sehr verantwortungsvolle und ehrenvolle, Funktion, die man in innerhalb der Kung Fu Familie hat.
Der Bailung e.V. betreibt unter bailung.blogspot.com einen Blog mit Gedanken von Schülern und Trainern des Vereins für Kampfkünste in Osnabrück zum Thema Mantis Kung Fu (Tang Lang Quan), Taiji Quan (Tai Chi Chuan) und Qi Gong.
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